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  Ich möchte Ihnen hier einen kurzen Überblick geben: Wie und wo melde ich meine eigene Domain kostengünstig und ausbaubar an? Wie parke ich möglichst kostengünstig meine Wunsch URL? Was ist dabei zu beachten?

Vor ca. 10 Jahren begann in Deutschland regelrecht die offene Jagd nach Domainnamen. Gekauft wurde alles, was später evtl. an große Konzerne für die X-fache Summe weiterverkauft werden konnte. Auch in Deutschland ist der Gesetzgeber bzgl. Internet hellhörig geworden. Sie können sich nicht mehr einfach Eigennamen wie z.B. "Guetersloh.de" sichern und später teuer an die Stadt Gütersloh verkaufen ohne mit juristischen Folgen zu rechnen. Deshalb Vorsicht bei Eigennamen, die einstweilige Verfügung nebst Anwaltkosten können teure Folgen sein.
Paragraphen §§:   Generell verboten sind:
Eigennamen wie z.B. "Audi", "Eifelturm", "Madonna", "Henkel" usw.
klassische Vertipper wie z.B. "Microsaft" anstatt Microsoft,
phoenetische Spielereien wie "Wirus" anstatt "Virus" und
feste Begriffe wie "nuesse.de", die nicht geschützt werden können

Grundsätzlich gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter - aber stehlen Sie keine Namen, Begriffe, absichtliche Fehlleitungen und benutzen Sie auch im entferntesten Sinne keine Spassnamen anderer. Nähere Informationen zu dieser bemerkenswerten Grauzone finden Sie z.B. unter www.domain-verein.de oder www.domain-people.de. Es gibt mittlerweile geschulte Anwälte, die sich auf das deutsche Domainrecht spezialisiert haben.

Ist der Haus- bzw. Firmenname bereits vergeben, müssen Sie nach einem adäquaten Synonym suchen, oder den derzeitigen Inhaber Ihrer Traumdomain mit Geld ködern. Grosse Provider sind teilweise erheblich kostengünstiger - Sie können Ihren Wunschnamen dort zunächst billig "parken" bis es losgeht. Buchen Sie alle Wunsch-Urls in günstiger Parkposition früh genug, dann kann Ihnen keiner mehr zuvorkommen.

Regionale Provider
Regionale Provider in Ihrer Umgebung sind meistens etwas teurer, aber Sie können dort z.B. anrufen und sich bei Problemen Hilfe holen. Außerdem bieten regionale Dienstleister oftmals zusätzliche Services wie z.B.: Freie Scripts, konfigurierbare Email-Postfächer und ein grundsätzlich wärmeres Verhältnis zwischen Kunde und Dienstleister. Trotzdem sind die Preise oft etwas überteuert.
Grossprovider:   Überregionale Grossprovider in Deutschland

Bei den günstigeren Grossprovidern können Sie natürlich nicht verhandeln und auch hier gibt es Schwarze Schafe. Wenn Sie bereits irgendwo Kunde sind und ohne Ärger umziehen möchten (was ohne Insiderwissen manchmal nicht ganz einfach ist), stellen Sie einfach einen KK-Antrag von Ihrem neuen Provider aus - dauert allerdings für .net .com und .org Urls rund 30 Tage. Das geht dann auch ohne Rechtsanwalt und Ärger. Danach kündigen sie schriftlich per formlosen Einschreiben - sonst laufen die Rechnungen weiter. Alles andere hat keinen Sinn, da die superteure Hotlines ständig besetzt sind. Kommen Sie telefonisch durch, wird man mit verlockenden Angeboten versuchen, Sie als Kunde zu halten.

Auch heute noch steckt im gemieteteten Low-Cost-Webhosting einfach ein klein wenig Abenteuer. Viele Großprovider geben sich wirklich Mühe: Trotzdem kann es passieren, daß Ihre Seite mal für ein paar Stunden nicht online ist, weil der Server gewartet wird oder abgestürzt ist. Verfallen Sie nicht in Panik. Greifen Sie nicht zum Telefon sondern fragen Sie freundlich per Email nach. Es gibt weltweit keinen Provider, der Ihnen 100%ige Verfügbarkeit garantiert.

Schlimmstenfalls sind Ihre Daten komplett weg. Das ist extrem ärgerlich, gehört aber noch immer zum Alltag. Bedenken Sie: Sie allein sind für Ihren Auftritt verantwortlich. Sie allein müssen deshalb immer über eine aktuelle Sichheitskopie Ihres Auftritts verfügen. Passieren solche Vorfälle mehrmals im Jahr, sollten Sie den Provider wechseln.

Performance: Welche Features brauchen Sie für Ihre Präsenz?
Dieser Punkt ist für Neueinsteiger nicht ganz einfach zu ermitteln, lassen Sie sich im Zweifelsfall unbedingt beraten, bevor Sie Verträge abschließen. Melden Sie Ihre Wunsch-URL nicht selbst bei Denic an, sondern "parken" Sie Ihre URL lieber zunächst bei einem Großprovider für erheblich weniger Geld mit Webspace gratis dazu. Grundsätzlich sind diese Faktoren ausschlaggebend:

Webspace:
Für Miniauftritte bis zu 30 Seiten reichen oft schon 10-20 MB aus, größere Seiten brauchen zwischen 50 und 500 MB. Möchten Sie üppige Downloads wie z.B. Videos, MP3 Files oder 100e von printfähigen Bildern anbieten, sind sicherlich noch mehr angebracht.

FTP-Upload:
Bestehen Sie unbedingt auf eine eigene Upload- Möglichkeit per FTP-Programm. Dies hat sich mittlerweile als Standard herauskristallisiert und ist relativ einfach zu erlernen. Andere Upload- Möglichkeiten sind entweder nur für Profis gemacht oder sehr umständlich zu bedienen.

Datenbanken:
Sprechen Sie vorher mit erfahrenen Programmierern, bevor Sie sich für ein Paket mit DB-Anbindung entscheiden. Sie brauchen unbedingt fundierte Softwarekenntnisse.

Shopsysteme:
Werden seltener gebraucht als derzeit verkauft. Mietshops für bis zu 100 Artikel kosten bei Großprovidern im Monat ca. 20 bis 40,- EUR. Ob sich das für Sie lohnt hängt stark von Ihren Produktkategorien ab. Mietshops können oft kaum an das eigene Design angepaßt werden. Oft reichen auch statische Html-Seiten mit intelligenten Skripts ohne Warenkorb. Anspruchsvoll wird es dann, wenn Sie mehrere 100 Artikel online z.B. per Kreditkarte mit verschiedenen Steuersätzen international verkaufen möchten.
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