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  Texte, Wording und bereits bestehende Printmedien
Das Texten ist eine Kunst für sich, die online noch brisanter wird: Schalten Sie bei ernsthaften Zweifeln an Ihren Schreibkünsten einen Redakteur ein. Die Texte müssen unbedingt so geschrieben werden, dass die Schlüsselwörter von Suchmaschinen richtig indiziert werden können. Nur Texte werden von Suchmaschinen gefunden - Bilder nicht. Onlinetexte werden oft unter hohem Zeitdruck am Bildschirm geschrieben und gelesen: Drucken Sie alles aus um mögliche Fehler aufzuspüren, denn da ist das Papier einfach unschlagbar. Möglichst nicht am Bildschirm auf Fehler prüfen.

Flyer oder Broschüren, die online gestellt werden sollen müssen aktuell und fehlerfrei sein. Alle veralteten Texte und Bilder sollten einfach mit einem Stift durchgestrichen werden, da Sie sonst doch den Weg in den Webauftritt finden. Fehlerquellen auszuschließen bedeutet vor allem saubere Texte abzuliefern.

Online-Texte müssen suchmaschinenfreundlich formuliert werden
Reduktion auf das Wesentliche: Weniger Text ist online mehr wert
Anstatt exotischer Formate werden Texte einfach direkt als Email versendet
Gute Texte werden von Redakteuren|-innen bzw. Suchmaschinenopimierern überarbeitet
Grafikformate:  

Bilder und Grafiken

Über digitale Grafiken und Bildoptimierung im Web wurden ganze Bücher geschrieben - ich möchte hier nur ein paar Eckdaten zur zeit- und nervensparenden Weiterverarbeitung nennen.

Für Zulieferer für Bildmateriel gilt:

Mit 150 dpi einscannen & im TIF oder JPG- Format speichern
Keine BMP- Dateien oder Screenshots per Mail versenden (sind zu groß)
TIF- Formate beim Speichern komprimieren (ist verlustfrei)
Große PSD- Dateien per Email vorher im ZIP-Format komprimieren
Maximale Bildgröße per Email sollte 3-4 MB nicht überschreiten
Bereits animierte GIF's lassen sich nachträglich kaum editieren

Für die Weiterverabeitung gilt:
Alle Grafiken in 72 oder 96 dpi abspeichern: Mehr ist online generell nicht darstellbar
Downloads zum Ausdrucken haben in der Regel 200-300 dpi
Großformatige Hintergrundbilder belasten langsame Rechner erheblich
Transparente Bereiche von GIF's sparsam einsetzen

Sound:   Musikalische Untermalung

Implementieren Sie niemals Endlosschleifen, die sich nicht ausschalten lassen. Für viele Besucher ist es eine reine Provokation, sich dieser "Zwangsmusik" permanent aussetzen zu müssen.
Musik wird im Web oft total vernachlässigt, ist aber voll im Kommen: Seit der Globalisierung des legendären MP3- Formats eine ernstzunehmende Online-Bereicherung. Nutzen Sie z.B. Flash für akustische Genüsse und setzen Sie gezielte Effekte bei interaktiven Aktionen. Zur Zeit gilt einfach noch die undokumentierte Grundregel, daß Online-Sound nichts an Performance kosten darf und per Klick optional ausgeschaltet werden kann: Der Ton macht eben die Musik.

Exotisch komprimierte Formate werden fast nie richtig empfangen
Ein guter Sound fürs Web muß definitiv dafür präpariert werden
Weisen Sie auf der Site markant auf vorhandene Sounddateien hin
Vermeiden Sie erzwungenes "Gedudel" im Hintergrund, dass man nicht abstellen kann

Videos:   Videos und Filmsequenzen

Bestehende Werbefilme, Firmenpräsentationen, Trailer oder auch nur "Clip-Schnipsel" sind für's Web exzellentes Material um Animationen und bewegte Bilder zu zaubern. Voraussetzung dafür ist eine Videokarte und erhebliches Know-how. Wie was mit welcher Technologie umgesetzt werden kann, entscheidet sich nicht unbedingt über das Budget: Schon ein einziger, guter Screenshot kann online höchst effektiv verwurstet werden. Ganz zu schweigen von Animationen, die auf Basis des Filmmaterials optimal "getraced" werden können. Unbedingt mit einbeziehen!

Gängige Ein- & Ausgabeformate:
Rohmaterial auf Band oder CD/ DVD: VHS, S-VHS, Video8, High8
Bereits digitalisiertes Rohmaterial: MPEG, AVI, Quicktime

Webgerechte Aufbereitung ganzer Filmszenen:
Nur kurze Szenen sind ohne DSL-Zugang möglich (10-60 Sekunden)
Online-Videos nur in kleinem Bildformat präsentieren, sonst ruckeln die Bilder
Zeitintensive Auf- und Abblendungen unbedingt vermeiden
Wenig Bewegung ermöglicht wesentlich längere u. größere Szenen bei kleiner Datenmenge
Unbedingt Downloadmöglichkeit des jeweiligen Players anbieten

Workflow:   Tipps für Kunden und Auftrageber

Man soll es kaum glauben, aber auch in Agenturen arbeiten nur Menschen. Allein Sie haben es in der Hand, ob Ihr Projekt gerne mit viel Engagement oder nur missgelaunt bearbeitet wird. Das Ergebnis können Sie sich selbst ausmalen.

Beachten Sie diese Punkte:
Geben Sie möglichst nur Kopien und keine Original-Datenträger, Prospekte usw. heraus
Schließen Sie selbstgebrannte Sessions von CDs und DVDs immer ab - sonst gehen Sie am Mac nicht auf
Lassen Sie sich nach Projektfertigstellung eine Sicherungskopie aushändigen
Ihre persönlichen Vorbereitungen kann Ihnen niemand abnehmen
Stellen Sie von Anfang an ein vollständiges Materialpaket zusammen

Sagen Sie in der ersten Stunde, welche Prioritäten Sie haben
Lassen Sie sich wirklich beraten- gehen Sie auf Vorschläge positiv ein
Die Agentur will Ihnen helfen. Sie will vor allem, dass Sie wiederkommen
Viele Köche verderben den Brei, insbesondere bei Webprojekten

Bestimmen Sie einen festen Ansprechpartner für das Projekt in Ihrer Firma
Sprechen Sie Ihre Änderungswünsche rechtzeitig aus
Keine Korrekturen kleckerweise in 10 Emails senden - bündeln Sie Korrekturwünsche zu einem Email-Paket
Klappt etwas nicht nach Ihren Vorstellungen, gehen Sie nicht gleich zum Chef, sondern sprechen Sie zunächst mit der Person, die Ihr Projekt betreut.

Anti-Workflow:   Viren und trojanische Pferde

Öffnen Sie niemals fremde *.EXE Dokumente aus dem Internet oder Email einfach so. Die akute Virengefahr hat in letzter Zeit erheblich zugenommen. Komplette Server wurden damit trotz perfekter Firewall angehackt und über Wochen lahmgelegt. Bedenken Sie: Auch Ihre Sicherheitskopien können bereits infiziert sein. Vielleicht haben Sie den Virus per Email schon weiter versendet. Informieren Sie sofort alle evtl. Betroffenen, auch wenn es noch so peinlich ist.

Besonders brisant wird die Sache in firmeninternen Netzwerken: Sofort selbstbewußt Alarm an alle geben. Rechner sofort ausschalten - bzw. Netzwerkkabel herausziehen. Informieren Sie sofort Ihren zuständigen Systemadministrator per Telefon. Schreiben Sie keine Email "an alle" von Ihrem Arbeitsplatz aus. Gehen Sie sofort zum Chef und beichten Sie selbstbewußt was passiert ist. Warten Sie keine Minute länger. Er oder sie wird Sie 2 Wochen später dafür loben ...

Nehmen Sie diese Warnungen ernst:
Infizierte Emails kommen ohne böse Absicht von Ihren eigenen Kunden
Risikoformate sind z.B: Exe, bat, pif, doc, zip (nach dem Extrahieren)
Download- und Update - Dateien bekannter Firmen können Sie vertrauen

Das können Sie tun um sich zu schützen:
Installieren Sie einen permanenten, aktuellen Virenscanner
Beachten Sie die aktuellen Hinweise der Browserhersteller
Office Dokumente beinhalten manchmal Macros: Deaktivieren

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