Google Ranking Faktoren

Eine interessante Webseite von Brian Dean mit den wichtigsten 200 Google Ranking Faktoren hat mich Ende 2016 dazu inspiriert eine ähnliche SEO-Übersicht zu erstellen. Dazu habe ich die einzelnen Ranking Faktoren nicht einfach eins zu eins ins Deutsche übersetzt, sondern mit meinen eigenen Alltags-Erfahrungen als SEO aus Bielefeld in Einklang gebracht. Etwa 70 SEO-relevante Faktoren sind übrig geblieben. Mir unbekannte, nie überprüfte oder zu weiche Faktoren habe ich einfach ausgelassen. Faktoren, die ein Ranking aber sehr wahrscheinlich beeinflussen sind in der Liste geblieben. Niemand außer Google selbst weiß genau, welche Ranking-Faktoren wann wie stark gewichtet werden.

Die folgende Liste ist als kostenlose Ergänzung zu meinem eBook „SEO in 3 x 30 Minuten“ gedacht. Darin werden kurz und klar die wichtigsten Zusammenhänge und Strategien einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung erläutert. Kennt man die SEO-Grundlagen nicht, nützen einem die nackten Rankingfaktoren allein natürlich auch nicht viel. Allen anderen wünsche ich beim Optimieren ihrer Seiten viel Erfolg!

 

Google Onpage Ranking Faktoren

1. Google Onpage Ranking Faktoren

  • Für ein gutes Ranking steht das Keyword in der URL – z.B. als Seitenname
  • Für ein gutes Ranking steht das Keyword möglichst gleich am Anfang des Title Tags.
  • Das Keyword steht ebenfalls weit vorn im Description Tag.
  • Das Keyword steht unbedingt auch im H1 oder H2 Tag – oder sogar in beiden Tags.
  • Die H1 soll nur 1 x verwendet werden H2-H6 öfter
  • Das Keyword taucht früh in den ersten 100 Wörtern des Fließtextes auf.
  • Seiten mit vielen Text-Inhalten ranken besser. Sehr lange Seiten mit 2.500 Wörtern ranken z.B. sehr gut.
  • Texte werden immer von Grund einzigartig geschrieben und niemals von anderen Onlinequellen (teil-) kopiert.
  • Kann Duplicate Content in bestimmten Fällen nicht vermieden werden, so gibt es als saubere Lösung dafür die Canonical Links.
  • Die Keyworddichte auf einer Website beträgt unabhängig der technischen Tags ca. 3-5% im Fließtext.
  • Das Hauptkeyword sollte im Text von holistischen Nebenkeywords begleitet werden, damit das Gesamtbild für Google glaubhaft wird. Diese Nebenkeywords können dazu auch im Title- und Description Tag noch mal auftauchen. Texte, Bilder und Videos müssen also thematisch zueinander passen.
  • Keywords, die fett, kursiv, als Link oder durch besondere Formatierung hervorgehoben werden zählen stärker als reiner Fließtext.
  • Ein strukturierter Text mit Abschnitten, Zwischenüberschriften, Bulletpoints und numerischen Aufzählungen gilt im Gegensatz zu einer Textwüste als wichtiger Google Ranking Faktor.
  • Langweiliger Content sorgt für eine hohe Absprungrate oft schon nach wenigen Sekunden Besuchszeit. Für ein gutes Ranking ist das schädlich.
  • Eine saubere Rechtschreibung, Grammatik und der Verzicht auf vulgäre Ausdrücke verbessern das Ranking.
  • Bilder helfen dem Ranking, wenn sie richtig mit Keyword benannt werden, einen Alt-, Titletag haben und am besten über eine Bildunterschrift verfügen.
  • Bilder müssen zum jeweiligen Text passen.
  • Kurze Ladezeiten einer Website sind ein wichtiger Google Ranking Faktor.
  • Die Bildgrößen sollen möglichst unter 100Kb liegen, um die Ladezeiten kurz zu halten.
  • Multimediale Inhalte wie Videos, Fotos, Downloads und Karten gelten als Qualitätssignal.
  • Je öfter eine Website mit Updates versorgt wird, desto öfter kommt Google vorbei um sie zu tracken und desto besser rankt sie auch.
  • Auch signifikante Änderungen am Textpassagen werden von Google als Update wahr genommen.
  • Alle einzelnen Webseiten untereinander sind mit sprechenden, maschinenlesbaren Links verknüpft.
  • Zu viele Links zu anderen, außen liegenden Websites können die eigene Linkkraft schwächen.
  • Eine „Breadcrumb Navigation“ ist ein ergonomisches Qualitätssignal und rankt sehr wahrscheinlich besser.
  • HTML-Fehler, kaputte Links und unsauberer Code schaden dem Ranking zumindest leicht.
  • Ist die angegebene Kontaktinformation auf der Site die Gleiche des Whois-Eintrags, steigt das Vertrauen.
  • Größere Sites mit einer hohen Seitenanzahl ranken gewöhnlich besser als sehr kleine Auftritte.
  • Eine XML-Sitemap kann Suchmaschinen bei großen Websites helfen, die Seitenstruktur besser zu verstehen und die Sichtbarkeit zu erhöhen.

 

Google Offpage Ranking Faktoren

2. Google Offpage Ranking Faktoren

  • Links von Seiten mit hohem Pagerank oder von hoher Autorität auf die eigene gelten allgemein mit als der wichtigste Google Ranking Faktor überhaupt.
  • Viele thematisch passende Links von vielen, unterschiedlichen Domains auf die eigenen Seiten steigern das Ranking ebenfalls erheblich.
  • Sprechende Links mit passendem Keyword und passendem Themenumfeld, die auf die eigenen Seiten verweisen steigern das Ranking mehr, als z.B. animierte Banner oder Bilderlinks ohne „Alt“-Attribut.
  • Backlinks von älteren Websites zählen mehr als von jüngeren.
  • Bereits länger bestehende Backlinks zählen mehr als frisch erstellte.
  • Viele Social Shares aus sozialen Netzen steigern das Ranking.
  • In den Suchergebnissen steigern auch Youtube-Videos das Ranking, weil Google Youtube gehört.
  • Die Videos müssen dazu aber sauber bei Youtube vertagt und mit keywordgerechten Texten versehen werden.
  • Diversifizierte Links aus vielen verschiedenen OnlineMedien-Quellen wie z.B. Foren, Blogs, Websites und Portalen erhöhen das Vertrauen.
  • Backlinks, die aber einzig allein aus Foren stammen zählen nicht viel, um Spamming zu vermeiden.
  • Ein Backlink, der von einer textreichen Website oder einem Post mit mehr als 1000 Wörtern kommt, rankt besser, als einen Link von einer wortkargen Website.
  • Links aus von schlechten oder bösen Seiten „Bad Neighbourhood“ können den eigenen Google Ranking Faktor erheblich beeinträchtigen.
  • Der absolut neutrale Link-Wert eines No-Follow-Links z.B. aus der Wikipedia ist umstritten.
  • Eine hohe „Click Through Rate“ auf der gesamten Site sorgt für ein besseres Ranking.
  • Je länger die Verweildauer von Besuchern auf einer Seite ist, desto besser das Ranking.
  • „Direct traffic“: Je öfter eine URL direkt in den Browser eingegeben wird, desto besser für das Ranking – das gilt zumindest für den Chrome-Browser.
  • Daraus abgeleitet: Je öfter eine Site als Bookmark gespeichert wird, desto besser für das Ranking – gilt ebenfalls zumindest für Chrome.
  • Wer in Google eingeloggt ist, bekommt automatisch ein besseres Ranking für die Seiten angezeigt, die er in der Vergangenheit oft besucht hat (abgeleitet aus der Browser History). Deshalb ist es wichtig, sich vor der Nachforschung von Google-Rankings zumindest aus seinem Konto auszuloggen, den Cache zu löschen und die SERPS („Search Engine Result Page“) am besten mit einen fremden Computer zu überprüfen. Auch der eigene Standort hat eine Auswirkung auf das Ranking-Ergebnis.
  • Google zeigt auch ein besseres Ranking von Personen und Autoren an, wenn diese in den eigenen Google-Kreisen bei Google+ vorhanden sind.
  • Wird zu einer Googlesuche noch ein Ortsname hinzugefügt, zeigt Google oft zusätzlich lokale Suchergebnisse an. Z.B. bei SEO Bielefeld oder Pizzeria Gütersloh.
  • Bei Suchen nach ganz aktuellen Themen wird oft zusätzlich eine „Google News Box“ mit Meldungen und Bildern angezeigt.
  • Auch Bilder und Videos werden manchmal unaufgefordert in die organischen Google Suchergebnisse eingestreut. Sie stammen aus der Google Bilder- bzw. Videosuche. Hier liegt ein großes SEO-Potenzial verborgen, deshalb lohnt es sich, Bilder und Videos gewissenhaft ins Netz zu stellen.
  • Ganz neue Webseiten ranken kurzfristig besser, weil sie zunächst im Ranking nach oben gespült werden. Oft fallen sie danach erst in Ihre wirklich verdiente Position zurück.
  • Keywords mit bekannten Markennamen „Big Brands“ werden oft bevorzugt behandelt.
  • 301-Weiterleitungen schaden so gut wie gar nicht, wenn es sich um Ausnahmen innerhalb der Linkstruktur handelt und nicht die ganze Website aus 301- Weiterleitungen besteht.
  • Seiten, die Mikroformate von Schema.org unterstützen ranken besser, als Seiten ohne Mikroformate. Anmerkung: Seitdem das Autorbild neben dem Suchergebnis von Google 2014 gestrichen wurde, sinkt natürlich auch der Wille von Bloggern und Seitenbetreibern Mikroformate gezielt einzusetzen.
  • Viele SEOs glauben noch immer, dass im DMOZ-Verzeichnis gelistete Websites besser ranken. Leider ist die dazu nötige Wartezeit mit 1 Jahr und mehr unerträglich lang. Der Eintrag ist auch dann nicht garantiert. Das es zumindest früher mal funktioniert hat, beweist dieser Link.
  • Viele Werbungen vor dem Seitenfold verschlechtern den Google Ranking Faktor – das Gleiche gilt für viele Affiliate Links, die Webseiten und Blogs zu refinanzieren versuchen.

 

Google Ranking Faktoren aus sozialen Netzwerken – „Social signals“

3. Google Ranking Faktoren aus Sozialen Netzwerken

  • Viele Tweets und Likes bei Twitter beeinflussen das Ranking positiv.
  • Obwohl Facebook und Google zwei voneinander eigenständige Planeten im Netz sind, sind viele Facebook-Likes wahrscheinlich zumindest ein schwaches Rankingsignal.
  • Pinterest Pins sind für Google ein Ranking-Signal.
  • Auch Google+ 1s werden sehr wahrscheinlich als positives Ranking-Signal berücksichtigt, obwohl Google das gern dementiert.
  • Mehrere Signale aus verschiedenen sozialen Netzwerken sind ein klarer Vertrauensbeweis und beeinflussen den eigenen Google Ranking Faktor positiv.

 

Globale Google Ranking Faktoren

4. Globale Google Ranking Faktoren

  • Ein bereits in der Hauptdomain enthaltenes Keyword ist ein Rankingvorteil: Z.B. www.keyword1-xyz.de. Das gilt auch für Subdomains.
  • Das Domainalter hat ebenfalls einen geringen Einfluss auf das Ranking – neue Domainnamen haben es etwas schwerer.
  • Eine Länderdomain (Top Level Domain .de / .es / .fr ) rankt besser für das spezifische Land. Noch besser ist es, wenn in diesem Land auch der Server steht, weil die Server-Antwortzeiten dadurch kürzer werden. Nachteil: Länderdomains ranken dafür insgesamt global schlechter, als z.B. eine .net oder .biz Domain.
  • Kurze Urls und Domainnamen ranken besser als lange, verschachtelte Verzeichnisse.
  • Mit vorhandenem SSL Zertifikat „https:“ rankt eine Site besser als ohne Zertifikat „http:“
  • Mobil optimierte Seiten (oder responsive Webseiten) ranken immer dann besser, wenn mit mobilen Geräten gesucht wird. Also innerhalb des Rankings der mobilen Google-Suche. Auch in den nicht mobilen Google SERPS kann bei mobil optimierten Seiten ein leichter Vorteil entstehen.